Was Mimik leistet – und Kurznachrichtendienste nicht

Job-Management geht in die Sommerpause (dazu am Ende mehr), vorher gibt es noch etwa zum Nachdenken.

Ich mag ja Kurznachrichtendienste, speziell Whats App. Es gibt viele Gruppen, in denen ich Mitglied bin, mal mehr, mal weniger aktiv. Was mich stört: Aus einem KURZnachrichtendienst wird – so erlebe ich das zumindest – immer häufiger ein LANGnachrichtendienst. Und mit diesem stehe ich auf Kriegsfuss.

3 Dinge, die What App leisten kann:

  • Schnelle Nachrichten versenden, obwohl der Empfänger momentan nicht erreichbar ist.
  • Symbole und Fotos versenden, geht schneller als zu tippen.
  • In Gruppen Informationen mit anderen schnell und effizient teilen.

 

3 Dinge, die Whats App NICHT leisten kann:

  • Non-verbale Kommunikation transportieren.
  • Non-verbale Kommunikation transportieren.
  • Non-verbale Kommunikation transportieren.

Ok, ich provoziere ein bißchen…aber das sind drei Dinge, die, finde ich, man gar nicht oft genug betonen kann. Sie führen zu Missverständnissen, falschen Einschätzungen und vielen Informationen, die einfach auf der Strecke bleiben. Um besser zu verstehen, was ich meine, müssen wir tiefer in das Thema „Kommunikation“ einsteigen:

„Kommunikation“ ist das Übertragen von Informationen. Dabei spielt der Unterschied zwischen

verbaler

und

non-verbaler

Kommunikation DIE entscheidende Rolle. Man geht davon aus, das 70-80% der Kommunikation ohne Worte stattfindet, also non-verbal. Es gilt dann doch, uns dieser Tatsache bewusst zu werden und sie so zu trainieren, dass wir unsere non-verbale Kommunikation richtig einsetzen. Dazu gehören: Gestik, Lautstärke, Betonung…und MIMIK:

„Als die Mimi kwerden die sichtbaren Bewegungen der Gesichts­oberfläche bezeichnet. In den meisten Fällen entsteht ein Gesamteindruck aus einzelnen mimischen Facetten, da die einzelnen Bewegungen der Gesichtsmuskulatur in Sekundenbruchteilen ablaufen. Die Mimik ist ein Teil des Ausdrucksverhaltens des Menschen sowie dazu befähigter Tiere. Sie ist beim Menschen zusammen mit anderen Verhaltensweisen und Handlungen wie der Gestik ein wichtiger Bestandteil der Nonverbalen Kommunikation.“(Wikipedia)

Die Mimik, oder der Gesichtsausdruck, sagt also sehr viel über meine Emotionen aus. Er kann meine Emotionen unterstreichen, aber auch entlarven. Unsere Mimik reicht von lachen, weinen, traurig und fröhlich sein, bis zu Wut, Hass, Glück.

Und wenn die Mimik ein Teil der non-verbalen Kommunikation darstellt – und die non-verbale Kommunikation den größten Teil der Kommunikation ausmacht: Dann sollten wir doch wissen, wie diese funktioniert und wie wir sie einsetzen können, oder? Stellt euch vor ihr sitzt in einem Verhandlungsgespräch. Das, was euer Gegenüber sagt, klingt richtig, richtig gut. Das „WIE“ er es sagt irritiert euch allerdings total und bringt euch völlig aus der Fassung: Er nimmt überhaupt keinen Blickkontakt auf. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Gespräch endet: Nicht positiv, da ihr kein gutes Gefühl haben werdet. Umgekehrt geht es euren Mitmenschen natürlich genauso. Irritiert eure Mimik, werdet ihr eure Ziele vermutlich nicht erreichen. Weil ihr unbewusst Botschaften sendet, die nicht zu den Zielen passen. Kennt ihr den Spruch: „Wer nicht lächelt, sollte sich nicht bewerben?“ Ja, da ist viel Wahres dran. Ihr könnt der beste Kandidat sein, macht aber alles durch ein grimmiges Gesicht kaputt. Genauso ergeht es euch an vielen anderen Stellen auch: Immer, wenn ihr mit jemandem in Kommunikation tretet, spielt eure Mimik eine mitentscheidende Rolle. Jeder von uns sagt über die Mimik viel mehr aus, als wir es vermuten. Und oftmals können wir über die Mimik Dinge erreichen, die wir schriftlich nicht erreicht hätten, z.B. durch ein freundliches Lächeln. Das hat schon den ein oder anderen im Vorstellungsgespräch gerettet…

 

Und das ist es, was Whats App eben NICHT kann – daher ist und bleibt es für mich ein Kurznachrichtendienst ;-))

Ich wünsche euch bei allen Gesprächen, die passende Mimik!

Viel Erfolg, Christina

 

P.S.:

Man könnte ja auch mal zum Telefonhörer greifen und quatschen oder sich auf einen Kaffee treffen – ist bestimmt manchmal wertvoller ;-))

 

 

P.P.S.:

Job-Management geht in die Sommerpause – das heißt nicht, dass ich komplett unerreichbar bin. Es heißt, dass ich meine Präsenz reduziere, es wird keinen Blogartikel geben und Emails werden nicht regelmäßig nachgesehen. Warum? Ich finde den Wechsel zwischen  Anspannung und Entspannung super wichtig. Für mich ist das ein Geheimnis zu einem zufriedenen Arbeiten. Außerdem habe ich in dieser Zeit Gelegenheit, Dinge zu bearbeiten, die ansonsten liegen bleiben, mal eine kleine Fortbildung mitmachen…neue Projekte ins Rollen bringen usw. Wir sehen und hören uns umso intensiver wieder ab Ende August.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich stimme Ihnen voll zu. Es ist so wichtig, dass wir Menschen es nicht verlernen, miteinander aktiv zu kommunizieren und nicht nur unsere Gesichter hinter Handys zu verstecken, um non-verbale Texte zu versenden.

    In diesem Sinne einen schönen Urlaub – und einfach mal die Medien zur Seite legen und vielleicht eine Postkarte an liebe, nette Menschen versenden. Ist persönlicher 😉

    • Ja, genau darum geht es. Und das hast du genau auf den Punkt gebracht, finde ich gut „Gesichter nicht hinter Handys verstecken…“
      Schon vom Handy-Fasten gehört ;-)) ??

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